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Beitrag Verfasst: Samstag 10. November 2012, 00:39 
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Die Akte Grünenthal
PROGRAMMTIPP DEUTSCHLANDFUNK

12.11.2012 · 18:40 Uhr

Durch den Wirkstoff Thalidomid kamen weltweit schätzungsweise mehr als 10.000 Kinder mit zum Teil schwersten Behinderungen zur Welt. (Bild: picture alliance / dpa / Frank Leonhardt)
Die Akte Grünenthal
Der Contergan-Prozess in Australien
55 Jahre nach Einführung des Medikaments Contergan rückt einer der größten Arzneimittelskandale der Medizingeschichte wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Während der deutsche Conterganprozess vor mehr als 40 Jahren eingestellt wurde, steht die Herstellerfirma Grünenthal nun in Australien wegen Schadensersatzforderungen erneut vor Gericht.

Dabei haben die Anwälte der australischen Thalidomid-Geschädigten altes Beweismaterial, das über Jahrzehnte in deutschen Archiven lagerte, nochmals ausgewertet. Nach ihrer Einschätzung könnte das Verhalten der Firma in diesem Prozess neu bewertet werden.

Die Wissenschaftsjournalistin Marieke Degen hat den Fall recherchiert und für den Deutschlandfunk aufbereitet. Der Kölner Sender strahlt die Sendung "Die Akte Grünenthal und der Conterganprozess in Australien" am Montag, den 12.11., um 18.40 Uhr aus.

Durch den Wirkstoff Thalidomid, der von der Firma Grünenthal entwickelt und Ende der 50er-Jahre auf den Markt gebracht worden war, kamen damals weltweit schätzungsweise mehr als 10.000 Kinder mit zum Teil schwersten Behinderungen zur Welt. Ihre Mütter hatten in den ersten Schwangerschaftsmonaten Contergan oder andere Präparate mit dem Wirkstoff Thalidomid eingenommen.

In Australien müssen sich die Grünenthal GmbH und ihr ehemaliger Lizenznehmer Distillers seit einiger Zeit wieder vor Gericht verantworten. Eine thalidomidgeschädigte Frau hatte dort auf Schadenersatz geklagt. Ihre Anwälte setzen dabei auch auf Beweismaterial, das die Aachener Staatsanwaltschaft in den 60er-Jahren zusammengetragen hatte.

Die Dokumente, Zeugenaussagen und Gutachten wurden im deutschen Conterganprozess nicht vollständig ausgewertet. Der Prozess wurde vorher eingestellt. Die australischen Anwälte haben das Material erneut gesichtet und dem Gericht in Melbourne teilweise zur Verfügung gestellt.

Sie erheben schwere Vorwürfe gegen die Firma Grünenthal:
Bereits in den 50er-Jahren sei bekannt gewesen, dass Medikamente die Leibesfrucht schädigen können. Das hätten schon damals entsprechende Tierversuche ergeben. Nach der Markteinführung habe die Firma Warnhinweise von Ärzten und Apothekern nicht ernst genug genommen. Grünenthal behauptet bis heute, dass es damals keine geeigneten Versuchstiere gegeben und man sich verantwortungsvoll verhalten habe.

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Frank62 (Der Chef)


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Beitrag Verfasst: Montag 12. November 2012, 13:14 
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Man kann es auch Online hören Klick und hören

@monchen, dafür brauchst du den Flashplayer....

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Beitrag Verfasst: Montag 12. November 2012, 23:09 
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Frank62 hat geschrieben:
Man kann es auch Online hören Klick und hören . . .
. . . oder die lange Version von 18:40 Uhr Klick und hören



Gruß Markus

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